
In letzter Zeit fĂ€llt mir immer mehr auf, wie sehr Politik Menschen spaltet. Viele haben das GefĂŒhl, dass irgendein Politiker dafĂŒr verantwortlich ist, ob das eigene Leben gelingt oder nicht. Ich sehe das anders.
Genauso traurig finde ich, wie schnell Menschen andere aus ihrem Leben oder aus ihren sozialen Medien löschen, nur weil sie eine andere Meinung haben. Ist es heute wirklich so schwer geworden, sich normal und respektvoll auszutauschen? Gibt es kein Miteinander mehr, kein GesprÀch, ohne dass man den anderen sofort persönlich angreift?
Unter einem Facebook-Post von mir gab es einmal folgenden Kommentar:
"Muss dich löschen. Diesen linken ScheiĂdreck kann man nicht ertragen."
NatĂŒrlich: Jeder kann selbst entscheiden, mit wem er sich austauschen will. Aber ich frage mich schon, was das ĂŒber unsere GesprĂ€chskultur sagt. Und ich frage mich auch: Gilt diese Haltung dann nur online - oder auch im echten Leben? Macht man die WertschĂ€tzung eines Menschen wirklich von seiner politischen Meinung abhĂ€ngig?
Ich selbst bin alles andere als rechts. Aber genau das zeigt schon ein Problem unserer Zeit: FĂŒr viele gibt es offenbar nur noch zwei Schubladen - links oder rechts. Und wenn man sich in keiner von beiden wiederfindet, wird es fĂŒr manche schon schwierig. Warum muss man sich immer einem Lager zuordnen? Warum kann man nicht einfach differenziert denken?
Ich halte nichts von Extremen - egal in welche Richtung. Ich glaube, dass ein Miteinander, gerade auch in der Politik, weiterbringt als ein stÀndiges Gegeneinander.
Was ich ĂŒber die Jahre gelernt habe: Kein Politiker allein ist dafĂŒr verantwortlich, ob dein Leben rockt. NatĂŒrlich beeinflusst Politik unser Leben. Aber am Ende liegt vieles auch bei uns selbst - wie wir denken, wie wir handeln und was wir aus unserem Leben machen. Wer nur jammert, alles auf andere schiebt und auf den einen Retter wartet, wird wahrscheinlich wenig verĂ€ndern.
Darum die ehrliche Frage: Grenzt du Menschen aus oder löschst du sie aus deinem Umfeld, nur weil sie politisch anders denken? WĂŒrdest du das auch bei Freunden oder in der Familie tun?
Wir leben in einer Zeit, in der vieles Weltweit schieflÀuft und vieles emotional aufgeladen ist. Umso wichtiger wÀre es, wieder normal miteinander reden zu können - auch dann, wenn man nicht derselben Meinung ist.
Bevor ich mich auf Social Media in endlose politische Streitigkeiten verliere, investiere ich meine Energie lieber in echte GesprÀche, in gute Begegnungen und in ein bewusstes Leben.
Denn am Ende ist es dein Leben. Du entscheidest, wohin es geht. Kein Politiker allein ist dafĂŒr verantwortlich, ob dein Leben SpaĂ macht.
Hier beim Kaffee in Palermo - Hderrlich!
#lifestyle #politik #menschlichkeit #gedanken
Of late, I have been noticing more and more how deeply politics divides people. Many seem to feel that some politician is responsible for whether their life turns out well or not. I see that differently.
What I find just as sad is how quickly people remove others from their lives or from their social media just because they hold a different opinion. Has it really become so difficult today to interact in a normal and respectful way? Is there no longer any sense of togetherness, no conversation without immediately making it personal?
Under one of my Facebook posts, I once got the following comment:
"I have to delete you. I can't stand this left-wing bullshit."
Of course, everyone can decide for themselves whom they want to engage with. But I do wonder what that says about our culture of conversation. And I also wonder: does this attitude apply only online - or in real life too? Do we really base our appreciation of a person on their political opinion?
I am anything but right-wing myself. But that already shows one of the problems of our time: for many people, there seem to be only two boxes left - left or right. And if you don't fit neatly into either one, that already becomes difficult for some. Why do we always have to assign ourselves to one camp? Why can't we simply think in a more nuanced way?
I want nothing to do with extremes - no matter which direction they come from. I believe that cooperation, especially in politics, gets us further than constant opposition.
What I have learned over the years is this: no politician alone is responsible for whether your life rocks. Of course politics influences our lives. But in the end, a lot also depends on us - how we think, how we act, and what we make of our lives. Anyone who only complains, blames everyone else, and waits for some savior will probably change very little.
So here is the honest question: do you exclude people or remove them from your circle just because they think differently politically? Would you do the same with friends or family?
We live in a time when a lot is going wrong worldwide and emotions are running high. That makes it all the more important that we learn to talk to each other normally again - even when we do not agree.
Rather than getting lost in endless political arguments on social media, I would rather invest my energy in real conversations, meaningful encounters, and a conscious way of living.
Because in the end, it is your life. You decide where it goes. No politician alone is responsible for whether your life is enjoyable.
Here over coffee in Palermo - wonderful!
Werner, das sehe ich wie du. Extreme sind fast immer keine gute Idee und man ist am Ende selbst seines GlĂŒckes Schmied. Jammern hilft fĂŒr den Moment mal etwas âDampf abzulassenâ, bringt einen am Ende aber nicht weiter.
Dir eine schöne Zeit in Italien! đźđč
Vorweg, das Foto ist schon etwas Ă€lter und ist auf der Kreuzfahrt entstanden. Leider ist es so, dass heutzutage das "Zwischenmenschliche" fehlt. Wir diskutieren, beschimpfen uns und das meist online. Ich bin ĂŒberzeugt, dass viele Menschen das "Offline" so nie machen wĂŒrden ...
Des weiteren hat besagte Person, die mich auf Facebook löschte einen Eissalon. Löscht der dort auch seine Kunden, wenn sie andere Gesinnungen und Meinungen habe, gar mit Kopftuch kommen oder ist er froh Geld zu verdienen?
Es ist im Leben nie alles Happy Pappy und vieles hat die Regierung bei uns und in allen voran in Deutschland verschlafen, deto Spanien. Es ist teilweise wirklich schlimm, aber das Extreme und der Volkskanzler und eine erneute Diktatur kann und ist nicht die Lösung sein ...
Auch eine AfD wird dein Leben nicht retten ...
đŻ
Ich glaube, bei einem Punkt wĂŒrde ich trotzdem ein kleines Fragezeichen setzen. đ
Du schreibst sinngemĂ€Ă: Jeder entscheidet selbst, wohin sein Leben geht. Da bin ich grundsĂ€tzlich bei dir. Aber fĂŒr mich gehört noch eine zweite Frage dazu: Was kann ich beeinflussen â und was beeinflusst mich, obwohl ich es nicht beeinflussen kann?
Denn nur weil ich selbst fĂŒr mein Leben verantwortlich bin, wird Politik ja nicht nebensĂ€chlich. Sie gestaltet schlieĂlich einen Teil des Rahmens, in dem ich mein Leben gestalte.
Die Kunst liegt eher darin, zwischen beidem zu unterscheiden: Das eine kann ich verĂ€ndern, das andere muss ich manchmal einfach mit einkalkulieren. đ
Und beim eigentlichen Punkt bin ich wieder ganz bei dir: Eine andere Meinung muss fĂŒr mich noch lange kein Grund sein, einen Menschen aus meinem Leben zu streichen. Reden ist meistens spannender als Löschen. đ
In einer Demokratie kannst du auch ein wenig die Politik beeinflussen, jedoch mit Sicherheit nicht Alles. Jedoch kannst du entscheiden, was du aus den Situationen machst. Klar dĂŒrfen wir auch jene Menschen denken, denen es nicht so gut geht. Die gesundheitlich zu kĂ€mpfen haben, gar im Rollstuhl sitzen oder was auch immer fĂŒr Krankheiten haben.
Doch gehen wir einmal von uns aus: Du kannst vieles in deinem Leben selbst entscheiden. Du bist der Pilot deines Lebens und selbst in einer Demokratie entscheidest du welche Partei du wÀhlst. Es geht nie darum, dass immer alles okay ist, jedoch immer darum, was du aus Situationen machst.
Ich zum Beispiel hÀtte mir nie TrÀumen lassen, dass ich mal hier auf HIVE schreibe ...
Ich auch nicht. đ Bei mir war es damals eher Zufall. Ich war auf der Suche, wo ich einen Teil meiner gĂŒnstig erworbenen BTC unterbringen konnte. Social Media hatte ich eigentlich schon frĂŒh mit einem gewissen Misstrauen betrachtet, gerade was die Sammlung von Informationen betrifft. Und dann bin ich irgendwie bei Hive gelandet. HĂ€tte ich damals wohl auch nicht gedacht.
Ich sehe tatsĂ€chlich auch die Gefahr bei uns, das sich eine Spaltung der Gesellschaft auftut. Ăhnlich wie in Amerika, das in Republikaner und Demokraten âgeteilt istâ.
Bei uns hier im Ort und der Umgebung ist allerdings von der AFD noch nicht viel zu merken. Zumindest bekennt sich keiner offen zu einer rechten Meinung.
Jedes EXTREME ist meiner Meinung nach ein NoGo und kann gefÀhrlich werden. Das in jede Richtung, auch wenn so manch Partei, in allen voran Mensch, dennoch auch gute Ideen hat.